Potenziale Kultureller Jugendarbeit im Ganztag
Das Konzept des Ganztags öffnet einen Raum, um die formale und nonformale kulturelle Bildung sinnvoll miteinander zu verbinden. Während schulische Bildung eher einen formalen Charakter hat und der Wissensvermittlung dient, zielt Kulturelle Jugendarbeit als nonformale Bildung eher auf persönliche Entwicklung ab.
Zusammengedacht, ergeben sich neue Potenziale im Ganztag: Denn erst Wissen, das in Praktiken verankert ist, ermöglicht eine aufgeklärte Teilhabe an einer komplexen Welt. Kinder, die sich künstlerisch ausprobieren, setzen sich mit ihrer Umwelt auseinander. Über die Beschäftigung mit Kunst, Musik, Theater, Tanz, Zirkus oder Medien lernen sie, die Welt besser zu verstehen – und sich selbst darin. Sie verorten sich innerhalb der Gemeinschaft und erfahren durch Mitgestalten Selbstwirksamkeit.
Dazu braucht es sichere Räume, die die Freiheit dazu ermöglichen.
Kulturelle Jugendarbeit bietet Freiräume im Ganztag
Kulturelle Jugendarbeit erzeugt genau solche Freiräume. Freiräume, in denen Kinder ohne Leistungsdruck ausprobieren, experimentieren, scheitern, neu anfangen und wachsen können.
In der Kulturellen Jugendarbeit gestalten Kinder und Jugendliche eigene Projekte, treffen Entscheidungen und erleben: Meine Ideen zählen. Ich kann etwas bewirken.
Kulturelle Jugendarbeit ermöglicht Entwicklungsimpulse in zentralen Bereichen der Persönlichkeitsbildung, darunter Selbstkonzept, soziale Kompetenzen, Emotionsregulation und Resilienz.
Daher ergänzt Kulturelle Jugendarbeit schulisches Lernen sinnvoll und macht Bildung ganzheitlich erfahrbar.
Material
Kulturelle Bildung ist Koproduktion
Positionspapier der bkj
Bildung weiter denken
Argumentationspapier ABIBA|Meta
