Aufgaben und Themen

Vielfalt auf hohem Niveau

Die Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit NRW e.V., ihre Arbeitsgemeinschaften sowie die Jugendkunstschulen werden unterstützt durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, das die Kulturelle Jugendarbeit aus Mitteln des Kinder- und Jugendförderplans fördert.

Aufgaben im Überblick:

  • Interessenvertretung
  • Zusammenarbeit mit allen Ministerien
  • Gremienarbeit
  • Förderung der Zusammenarbeit
  • Bildung von Netzwerken
  • Konzeptentwicklung
  • Durchführung von Tagungen / Großprojekten
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Beratung
  • Unterstützung ehrenamtliches Engagement

Schwerpunkte

Jugend trifft Kultur

Kulturelle Kinder- und Jugendarbeit ist ausgewiesener Schwerpunkt der Jugendarbeit Grundlage: Kinder- und Jugendförderungsgesetz Nordrhein-Westfalen §10Abs.3 »Sie soll Angebote zur Förderung der Kreativität und Ästhetik im Rahmen kultureller Formen umfassen, zur Entwicklung der Persönlichkeit beitragen und jungen Menschen die Teilnahme am kulturellen Leben der Gesellschaft erschließen. Hierzu gehören auch Jugendkunst- und Kreativitätsschulen.«

Die Kulturelle Jugendarbeit ist in zwei Förderbereichen des Kinder- und Jugendförderplans NRW verortet:

Förderbereich I: Infrastruktur zukunftssicher gestalten »Gute Kinder- und Jugendförderung braucht verlässliche Angebote und Einrichtungen, die von den Trägern der öffentlichen und freien Jugendhilfe verantwortet werden. Sie tragen zur Persönlichkeitsbildung und Förderung der Entwicklung junger Menschen bei. Mit der Förderung im Förderbereich I leistet das Land seinen Beitrag zum Erhalt und zur Weiterentwicklung der Infrastruktur in den Bereichen Offene Kinder- und Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit, kulturelle Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und erzieherischer Kinder- und Jugendschutz vor Ort und auf Landesebene…«

Förderung durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Förderbereich V: Chancen durch Bildung gerechter gestalten »Im Bereich der kulturellen Jugendarbeit können Vorhaben gefördert werden, die jungen Menschen die Möglichkeit geben, eigene kulturelle und künstlerische Erfahrungen zu machen und entsprechende Ausdrucksformen zu entwickeln. Hier sollen in besonderer Weise die jungen Menschen adressiert werden, die aufgrund von Benachteiligungslagen weniger leicht Zugang zu entsprechenden Angeboten der kulturellen Jugendbildung finden. Auch förderfähig sind Angebote, die in Kooperation mit anderen Institutionen im Bereich der Kultur darauf hinwirken, junge Menschen auch an die klassischen Kunst- und Kulturformen heranzuführen. Die hierfür erforderliche Vernetzung kann begleitend gefördert werden.«

Schwerpunkte der Angebote im Überblick

  • Partizipation
  • Nationalitäten
  • Integration / soziale Belastungen
  • Erreichbarkeit
  • Mädchen- / Jungenarbeit
  • Prävention
  • Kooperation Jugendhilfe
  • Medienarbeit
  • Kooperation mit Schulen
  • Übergang Schule / Beruf
  • Integration / Inklusion
  • Arbeitslose

Konzepte Kultureller Kinder- und Jugendarbeit

Emanzi­pation trifft Innovation

Kulturelle Jugendarbeit allgemein hat viele Gesichter. Es gibt zahlreiche Einrichtungen in freier und öffentlicher Trägerschaft, die sich auf unterschiedliche Konzepte und Intentionen stützen, eigene künstlerische, soziale und politische Schwerpunkte setzen, unterschiedliche Methoden verwenden und vielfältige Inhalte vermitteln. Die Arbeitsgemeinschaften und Jugendkunstschulen unter dem Dach der Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit NRW haben strukturierte Konzepte zur kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen sowie zur Weiterbildung von Multiplikatoren entwickelt. Sie verknüpfen fachliche Qualifikationen und inhaltliche Schwerpunkte mit den jeweiligen förderpolitischen Rahmenbedingungen. Für Nordrhein-Westfalen bedeutet dies konkret, dass Jugendkulturarbeit Bestandteil einer emanzipatorischen und innovativen Jugendarbeit ist und sich bei der Entwicklung ihrer Angebote an den Leitlinien Partizipation, Integration, Prävention und Emanzipation orientiert.

Um den vielfältigen Ansätzen der Jugendkulturarbeit gerecht zu werden, stehen verschiedene Arbeitsansätze und Vermittlungsmethoden zur Verfügung. Die Auswahl orientiert sich dabei an der Zielsetzung des Angebots, der Zielgruppe, der Nachfrage, aber auch an den Rückmeldungen der Kinder und Jugendlichen sowie den Erfahrungen aus früheren Projekten.

Visionen / Ziele

Unser Ziel ist die Umsetzung einer zeitgemäßen Jugendarbeit, das Entwickeln und Initiieren neuer kultureller Projekte, die Kooperation mit anderen Trägern sowie mit Schulen, das Bündeln der einzelnen Interessen der Arbeitsgemeinschaften und das Erarbeiten von langfristigen Austauschprogrammen mit Jugendlichen und Multiplikatoren.

Ziele im Überblick:

  • Vermittlung kultureller und künstlerischer Fähigkeiten;
  • Förderung der individuellen Entwicklung junger Menschen, ihrer Phantasie und Kreativität;
  • Entwicklung sozialer Kompetenzen;
  • Förderung der Identitätsbildung in unterschiedlichen Milieus und Gruppen;
  • Unterstützung der Auseinandersetzung mit Fremdem im Sinne interkultureller Arbeit;
  • Erweiterung gesellschaftlicher Partizipationschancen;
  • Verbesserung von Kommunikation und Interaktion;
  • Sensibilisierung für das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt;
  • Stärkung der Wahrnehmung für gesellschaftliche und politische Entwicklungen.

Unsere Vision ist die Verbesserung der Realitäten von jungen Menschen in unserer heutigen Gesellschaft. Durch ein Höchstmaß an produktiver Zusammenarbeit aller Beteiligten begleiten wir Kinder und Jugendliche bei dem lustvollen Schritt in Richtung Kreativität, Kommunikationsfähigkeit und soziale Kompetenz.

»In der Kulturellen Kinder- und Jugendarbeit ist es realisierbar, Kinder und Jugendliche zu ermutigen, Neues auszuprobieren und die Verwirklichung bislang blockierter oder verschütteter Optionen anzugehen, so dass sich Erfolge einstellen, von denen sie selber vorher nichts erahnt haben.«
– Prof. Dr. Werner Lindner